Als „eine Handvoll Verrückter, die etwas auf den Weg bringen“ habe der langjährige Moderator des politischen TV-Magazins „Report“ Dr. Franz Alt die Mitglieder des Fördervereins des Zentrum für Erneuerbare Energie und Nach-haltigkeit (ZEN) bezeichnet. „Wohin uns die Vernünftigen brachten, das sehen wir inzwischen“ zitierte stell-vertretender Fördervereinsvorsitzen-der Karl Müller den TV-Moderator als er die SPD-Kreisvorstandschaft in den ZEN-Räumen begrüßte. Seit etwa einem Jahr betreibe der För-derverein das Zentrum für Erneuer-bare Energie und Nachhaltigkeit (ZEN) in der ehemaligen Kloster-gaststätte, „die uns die Gemeinde Ensdorf kostenlos zur Verfügung stellt“ betonte Jürgen Zach, Verwal-tungsleiter des Klosters und dessen Umweltstation, bei Förderverein als „Finanzminister“ tätig.
Kurz stellte er die vier ZEN-Säulen, der Beratung zur energetischen Sanierung, die wechselnden Hausmessen, die ZEN-Akademie mit ihren Workshops und Kursen und das Netzwerk „für die Akteure der Region“ vor.
Für Manfred Lehner, Fördervereinsmitglied und Leiter der Volkshochschule des Landkreises ist „die Professionalisierung unserer Arbeit das Ziel.“ Die sei jedoch nur leistbar mit hauptamtlichem Personal, der Zusammenarbeit mit der Hochschule Amberg-Weiden und selbstverständlich auch mit anderen Regionen. „Die materielle Absicherung des hauptamtlichen ZEN-Personals ist dafür ausschlaggebend“ betonte Lehner. Zudem sei jedoch der Einsatz vieler Ehrenamtlicher notwendig, er spannte einen Bogen vom Kindergarten über Schulen zu Senioren „die ihre Kompetenz und ihre energiepolitischen Ideen weiter einbringen können und müssen.“
Dass zwei gleich gelagerte Einrichtungen nebeneinander das gleiche Ziel verfolgten, so Bezirkrat und regEN-Vorsitzender Richard Gaßner, ergebe für ihn keinen Sinn. regEN, die sich sei 2001 im wesentlichen aus den Landkreisgemeinden zusammensetze und mit viel ehrenamtlichem Engagement Pionierarbeit leistete, sei als ZEN-Vorläufer zu sehen.
Eine engere Zusammenarbeit, ein Zusammenschluss sei für ihn notwendig, „wie das gestrickt wird muss man sehen, und auch die Zukunftsagentur Plus mit einzubinden halte ich für notwendig.“ Das ganze verzahnt mit der Kreispolitik „da ist ja Bewegung in der Sache“ sei für ihn der große Wurf. ZEN, regEN und Zukunftsagentur Plus unter einem Dach, „hier in Ensdorf, die Gemeinde hat sich bereit erklärt die Räume im Obergeschoss zur Verfügung zu stellen,“ bringe Bewe-gung in die Sache.
Denn so Gaßner: „Der Bürger muss ganz klar wissen wohin er sich wenden muss, damit er Unterstützung erfährt.“ Die Politik müsse dabei, fasste Gaßner zusammen, bei den Rahmenbedingungen mitwirken „und es so stricken, dass es für alle Beteiligten befriedigend abläuft.“ Nach der Besichtigung des ZEN-Ausstellung betonte SPD-Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl: „Wir müssen jetzt etwas tun, heute damit anfangen Europa ener-gieautark zu machen.“ Energie einsparen, sei Einsatz für künftige Generationen.
Für Richard Gaßner heißt dies auch „weg von fossilen Brennstoffen, einstellen auf einen Energiemix und auch mit der Windenergie auseinandersetzen,“