Staatsminister Joachim Herrmann hat gegenüber dem SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl in einer Antwort auf dessen Anfrage bestätigt, dass die Staatsregierung die Strecke Nürnberg – Marktredwitz – Schirnding – Prag seitens der Staatsregierung als begonnenes Vorhaben des geltenden Bundesverkehrswegeplanes priorisiert.
Strobl wollte von der Staatsregierung wissen, wie diese die Verwirklichung der Elektrifizierung und Umsetzung der Metropolenbahn (als eine Fusion der Bahnverbindungen Nürnberg – Amberg – Schwandorf – Prag und München – Prag) hinsichtlich einer Priorisierung der Strecke Nürnberg – Marktredwitz – Prag – wie in einer Antwort auf die Anfrage von CSU-MdL König dargelegt – zu tun gedenkt, um die Bahnverbindungen zwischen München, Regensburg und der Region Nürnberg und Amberg nach Prag zu beschleunigen.
Von diesen Strecken, so Strobl, werde wohl in absehbarer Zeit nur eine verwirklicht und zwar diejenige, die von der Staatsregierung angemeldet wurde – und das sei eben die Strecke über Marktredwitz. Damit, so befürchtet der SPD-Landtagsabgeordnete, sei es schwierig, in absehbarer Zeit eine Verbesserung der Bahnverbindungen zwischen Nürnberg über Schwandorf und von München und Regensburg nach Prag zu erreichen. Bei einer gemeinsamen Bewertung hätte aber eine Fernverbindung über Furth i. Wald die Nase vorne. Der Ausbau und die Elektrifizierung sei unbedingt notwendig.
Der Bund, so Staatsminister Joachim Hermann in seiner Antwort, sei für den Ausbau der Bundesschienenwege alleine zuständig. Er bestimme darüber hinaus das Verfahren und die Priorisierung im Rahmen der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes. Dies schließe einen möglichen Neuzuschnitt angemeldeter Projekte ein. Auch der Staatsregierung sei die Möglichkeit zur Anmeldung von Projekten eingeräumt worden. Sie habe dabei den Ausbau (insbesondere die Elektrifizierung) der Strecke Nürnberg – Marktredwitz – Schirnding Grenze ( - Prag) erneut und den der Strecken Nürnberg – Schwandorf und München – Regensburg – Furth im Wald Grenze ( - Prag) neu angemeldet. Ziel der Staatsregierung sei die Aufnahme aller drei Vorhaben in den neuen BVWP. Das eben, so Strobl, sei der Brennpunkt. Angemeldet könnten viele Projekte werden. Verwirklicht würde aber die Strecke, die von der Staatsregierung priorisiert wurde.
Deshalb fordert Strobl alle CSU-Mandatsträger der Region auf, auf die Staatsregierung entsprechend einzuwirken. Nur gemeinsam könne man erreichen, dass Niederbayern und die Oberpfalz eine entsprechende Anbindung Richtung Prag bekommt. Da beruhige auch nicht die Ankündigung, dass außerhalb der Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fortschreibung des BVWP die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) derzeit im Rahmen eines Gutachtens untersuchen lasse, inwieweit eine Verkürzung der Fahrzeiten auf der Strecke München - Regensburg – Furth im Wald durch kleinere, außerhalb des Bedarfsplans finanzierte Maßnahmen möglich sei. Bei diesem Gutachten werde nämlich überhaupt nicht über die Amberger Strecke gesprochen. Strobl vermutet hier sogar ein Ablenkungsmanöver, um die Oberpfälzer und Niederbayern zu beruhigen.
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Reinhold Strobl, MdL
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