
“Besser zusammenhalten" in diesen beiden Worten liege die Antwort auf die Frage wie SPD und Gewerkschaften dauerhaft Arbeitnehmerrechte sichern und den Sozialstaat erhalten könnten.

“Besser zusammenhalten" in diesen beiden Worten liege die Antwort auf die Frage wie SPD und Gewerkschaften dauerhaft Arbeitnehmerrechte sichern und den Sozialstaat erhalten könnten.
Nur so sei der gemeinsame Einsatz um soziale Gerechtigkeit nach seiner Meinung auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, brachte es Helmut Fiedler, Vorsitzender der DGB-Region Oberpfalz-Nord aus Weiden auf den Punkt. Bei der Konferenz des SPD-Unterbezirks im Hotel-Gasthof “Am Forsthof" in Sulzbach-Rosenberg betonte Vorsitzender Uli Hübner “Die Wahlverluste der CSU haben deren Alleinvertretungsanspruch beendet, sie ist auf Bundesebene schwächer als die Linkspartei". Dies sehe er als Quittung für Büchergeld und Kürzungen ohne Rücksicht auf sozial Schwache und Jugendliche. SPD-Direktkandidat Christian Beyer und Listenkandidat Oliver Daller sei ein engagierter Wahlkampf zu bescheinigen, “der Stimmenanteile in Neukirchen, Etzelwang aber auch Sulzbach-Rosenberg, Auerbach weit über dem Bundesdurchschnitt erbracht hat³.
Zur Zweitstimmenwerbung der CSU-Abgeordneten Lanzinger könne man nur sagen:
“Die Wähler haben diese Warnung ernst genommen". Den Kandidaten wolle er “da ihr gekämpft habt wie der Kanzler" auch eine Kanzlerzigarre eine Cohiba überreichen. Ebenso Kreisvorsitzendem Reinhold Strobl, dessen Nachrücken für MdL Marianne “als Glücksfall zu bezeichnen ist, durch den wir wieder in München vertreten sind". Da hätten manche schon geglaubt, so Landrat Armin Nentwig, das Kanzleramt im Sturm erobert zu haben. Die SPD sei nicht nur im Bund sondern auch in der Region gefordert, “damit der soziale Friede nicht unter die Räder kommt³. Reinhold Strobl bescheinigte er: “Wir, und auch ich als Landrat, gewinnen mit dir als Landtagsabgeordneten einen erfahrenen Mitkämpfer, der sich im politischen Geschehen auskennt". Als zukünftiges Mitglied des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, so Strobl, wolle er auch die Probleme vor Ort aufgreifen und Kommunen und Verbänden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Einführung des Büchergeldes “samt dessen bürokratischem Aufwand" stehe der angestrebten Verwaltungsvereinfachung entgegen. “Eines haben die Bundestagswahlen deutlich gemacht³ so DGB-Regionsvorsitzender Helmut Fiedler, “Schwarz-Gelb hat in Deutschland mit ihrem Kapitalismus pur keine Mehrheit". Mit Schleifen von Flächentarifvertrag, Kündigungsschutz, Besteuern der Sonntags- und Nachtarbeit, Kürzung der Pendlerpauschale, Anhebung der Mehrwertsteuer und Entmachten der Gewerkschaften, “ist in Deutschland kein Staat zu machen".
Unterschiedliche Denkprozesse sehe er bei SPD und Gewerkschaften bei “Hartz", das “durch die schwarze Mehrheit im Bundesrat noch verschärft worden ist und diese Gefahr sehe ich auch weiter bei einer eventuellen großen Koalition". Mit Verschärfung von Zumutbarkeitsregelungen, fügte er sarkastisch an, würden keine Arbeitsplätze geschaffen. “Das größte Hemmnis zur Schaffung jedoch sehe ich bei den Nieten in Nadelstreifen. Denn wozu brachen wir hochbezahlte Manager, wenn diesen bei schwierigen betrieblichen Situationen nur der Abbau von Arbeitsplätzen einfällt". Dass es auch anders gehe zeige Flachglas Wernberg, wo es die Belegschaft bewiesen habe.
Bei der Konferenz des SPD-Unterbezirks im Hotel-Gasthof “Am Forsthof³ in Sulzbach-Rosenberg standen auch Nachwahlen und eine Satzungsgenehmigung auf der Tagesordnung. Als Mitglieder der Schiedskommission des Unterbezirks wurden des ehemalige Landtagsabgeordnete Georg Weich, Irmgard Kaufmann und Helga Ehrl gewählt. Da sich die die Zahl der delegierten zu den Bezirksparteitagen erhöhte waren auch hier Nachwahlen
erforderlich: Zu weiteren Delegierten wurden gewählt: Brigitte Netta, Dr.
Gamal Ibrahim, Florian Fuchs, Winfried Franz, Gertrud Heßlinger, Stefanie Schäfer, Wolfgang Bosser und Sabine Reitemeier. Weitere Ersatzdelegierte
sind: Anton Preißl, Franz Striegl, Helmut Miek, Felix Zorn, Udo Leitz, Martin Seibert, Heinrich Wessling, Sebastian Pelkofer, Michael Netta und André Radszun. Eine neue Satzung gab sich der SPD-Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt, welche analog der Satzung des SPD-Bezirks die Zuständigkeiten des Unterbezirks , der Kreise und Ortsvereine regelt.
Wichtigste Änderung entgegen der bisherigen Regelung wird sein, dass Vorstandsmitglieder, welche nicht zugleich Delegierte sind, sowohl auf
Unterbezirks- als auch Kreisebene bei Vorstandswahlen nicht mehr stimmberechtigt sind. Die Satzung wurde nach Diskussion und formellen Änderungen einstimmig angenommen.
Zum Bild: “Da ihr gekämpft habt wie der Kanzler" überreicher Unterbezirksvorsitzender Uli Hübner an Direktkandidaten Christian Beyer, Listenkandidaten Oliver Daller und Neu-MdL Reinhold Strobl (von rechts) “ein Glücksfall, durch den wir wieder in München vertreten sind³ auch eine Kanzlerzigarre.
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