Außenminister Frank-Walter Steinmeier und MdL Reinhold StroblSPD-Spitzenkandidat Franz Maget mit Frank-Walter Steinmeier in Theuern
Einen gelungenen Einstieg der Oberpfalz-SPD in den Landtags- und Bezirkstagswahlkampf erlebten die rund 1.000 Besucher im Festzelt der Dorfgemeinschaft Theuern bei Kümmersbruck.
Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler und Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl konnten den bayerischen SPD-Spitzenkandidaten Franz Maget und den stv. SPD-Parteivorsitzenden, Vizekanzler und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in der Oberpfalz begrüßen. Dabei war selbstverständlich auch der Bürgermeister der Gemeinde Kümmersbruck, Bezirksrat Richard Gaßner, der die prominenten Gäste zuvor bereits im Rathaus empfangen hatte.
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Franz Schindler verwies in seiner Eröffnungsrede auf die lange Tradition sozialdemokratischen Wirkens in Bayern, von der Ausrufung des Freistaats 1918 bis zur heutigen bayerischen Verfassung, die ein Sozialdemokrat, Ministerpräsident Wilhelm Högner, entworfen habe. Schindler forderte von den Wählern die Rückkehr zu normalen demokratischen Verhältnissen, denn „Demokratie braucht den Wechsel – auch in Bayern“.
MdL Reinhold Strobl hob den Fleiß und die Leistungsfähigkeit der Oberpfalz hervor, die in ganz Deutschland sichtbar seien. „Die Sitze im ICE kommen ebenso aus der Oberpfalz, wie die Reichstagskuppel in Berlin“, so Strobl. Die Fertigstellung der A6 in diesem September habe man Kanzler Gerhard Schröder und MdB Ludwig Stiegler zu verdanken, so Strobl.
"Dieses Land ist zu schön, um auf Dauer von den Schwarzen regiert zu werden"
SPD-Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzender Franz Maget zählte in einer kämpferischen Rede das CSU-Versagen der jüngsten Zeit auf, vom zu Recht gescheiterten Transrapid bis zum Milliardengrab Bayerische Landesbank und dem bayerischen Bildungsnotstand und warnte davor, die Folgen für den Bürger zu unterschätzen.
Es wird Zeit für einen Wechsel, so Maget, „die letzen 50 Jahre gehörten den Schwarzen, die nächsten gehören uns“, rief er unter kräftigem Applaus des begeisterten Publikums.
Auch machte Maget deutlich, daß es für ihn kein Zurück in den Atomstaat geben dürfe, die Zukunft gehöre den erneuerbaren, sauberen Energien.
Für den stv. SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier ist Franz Maget „ein Glücksfall für Bayern". In seiner von viel Applaus begleiteten Rede kritisierte Steinmeier die unzuverlässige Rolle, die das bayerische Führungsduo Beckstein und Huber in der Politik abgebe. So haben diese die Pendlerpauschale erst mit abgeschafft, die sie jetzt mit großem Getöse wieder einführen wollen.
Steinmeier hielt für die SPD dagegen: "Wir haben Wort gehalten bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit".Was in der Regierungszeit Gerhard Schröders gesät wurde, erntet jetzt die große Koalition. Und er geht davon aus „das wir in den nächsten zehn Jahren das Wort Vollbeschäftigung in den Mund nehmen können“.
