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21. Starkbierfest 2017 (NN)


Foto Brigitte Grüner

AUERBACH - Man nehme die Stimmung vom Frankenfasching, eine Prise Geist vom Nockherberg und eine große Portion Lokalkolorit: Das Ergebnis ist das Starkbierfest des SPD-Ortsvereins Auerbach, das mit süffigem Bier und guten Beiträgen im voll besetzten Foyer der Helmut-Ott-Halle die Menschen begeistert hat.

Es war eine richtige Entscheidung des Ortsvereins, das Vereinsheim der Knabenkapelle, wo die Veranstaltung begonnen hatte und groß wurde, für die 21. Auflage zu verlassen. Zu viele Besucher hätten abgewimmelt werden müssen. Rund 140 Menschen hatten Platz im Vereinsheim, über 250 kamen am Samstagabend in das Foyer der Helmut-Ott-Halle. Einige nahmen sogar mit Stehplätzen vorlieb, um das mit viel Herzblut und Hirnschmalz ausgearbeitete Programm mitzuerleben.

Die Akteure liefen wieder zur Höchstform auf. Ob Fastenprediger Christoph Kasseckert, Norbert Gradl als Frontmann einer Band, die mit ihren neuen Texten zu bekannten Songs viel Beifall einheimste, oder Karl Maier, der mit seinen trockenen Witzen und Liedtexten begeisterte.

Traditionell sind die Ausführungen von Bruder Barnabas der erste Höhepunkt des Abends. Wieder war Kasseckert als Fastenprediger unterwegs und wieder hielt er eine Ansprache, die teils mit Humor und Augenzwinkern gespickt, oft aber auch ernst war und nachdenklich machte. Eben so, wie eine gute Predigt sein muss. Sie muss nachwirken. Die SPD sah der Prediger in Bayern im toten Winkel der Politik. "Was links hinter der CSU steht, wird ignoriert."

Lange Schatten

Dabei haben doch auch die Genossen ihre Lichtgestalten. "Der kniet sich rein" sei etwa auf der Homepage von Joachim Wolberg, dem wegen Bestechlichkeit suspendierten Ex-Bürgermeister von Regensburg, zu lesen. "Voll in den Dreck", ergänzte Bruder Barnabas. Lichtgestalten werfen eben lange Schatten, wenn ihre Sonne untergeht, stellte Kasseckert trocken fest. Seine Predigt enthielt auch religiöse Zitate. Glauben heiße nichts wissen. "Und wenn man nichts weiß, kann man alles glauben, was einem versprochen wird." So wurde der Bogen zur großen Politik gespannt.

Gradl und seine musikalischen Freunde Rudolf Bradl, Robert Schmid und Hubert Steger gehören schon zum Inventar des SPD-Starkbierfests. Sie verteilten munter Seitenhiebe. Besonders gerne in Richtung CSU, deren Mitglieder nicht mal zur eigenen Faschingsveranstaltung kamen. "Dort sah man nur rote Mandatsträger." Frei nach Goethes Erlkönig rezitierte Gradl in Richtung US-Präsident Donald Trump "Wer trampelt so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Donald, vor Wut ganz blind."

"Herr des Hasses" in den USA

Und für den scheidenden Chefarzt der Sankt-Johannes-Klinik, der unter anderem für Darmspiegelungen zuständig war, hatte Gradl einen guten Vorschlag für einen neuen Job bei VW: "Mit Abgasen und Arschlöchern kennt sich Hofmann ja aus." Das Repertoire der Band reichte von der Parteienlandschaft in Bayern bis zum Mief bei Autoherstellern, von Doping und Korruption im Sport und der Politik bis hin zum "Herrn des Hasses" in den USA und dem Kanzlerkandidaten der Genossen, Martin Schulz. Frei nach Pumuckl freute man sich über "Hurra, Hurra, der Rote mit dem lichten Haar". Zum Mitsing- und Mitklatsch-Hit wurde "das alte Haus, der Goldne Löwe, hat vieles schon erlebt." Von der Zimmerausstattung über den "flinken" Service bis hin zum Wasserschaden, den die Stadtverwaltung in ihrem künftigen Ausweichdomizil beheben musste, erzählte Frontmann Gradl mit Humor die Geschichte des einstmals besten Hotels von Auerbach.

Karl Maier aus Degelsdorf braucht nur seine Gitarre, ein Mikrofon und ein paar witzige Einfälle, um die Zuhörer für sich zu begeistern. Im Auerbacher Fasching gelingt ihm dies im Stil von Fredl Fesl seit vielen Jahren. Die Premiere beim SPD-Starkbierfest war ebenso erfolgreich. Sein "Lied über die Politik" kam genauso gut an wie "Das ausgebuffte, hundsgemeine Lied". Selbst als Maier die provisorische Bühne schon wieder verlassen hatte, sangen ihm die Zuhörer noch ein "Schubidubi-Dubiduba" hinterher.

Aus Franken hatten die Genossen nicht nur das Starkbier importiert, sondern freuten sich auch über den Besuch des Pegnitzer Bürgermeisters Uwe Raab. Weitere Gäste waren MdL Reinhold Strobl und SPD-Bundestagskandidat Johannes Foitzik aus Neumarkt. Viele Vereine und Stadträte aller Fraktionen lauschten den Reden und Liedern und ärgerten sich vielleicht manches Mal, wenn die eigene Partei "derbleckt" wurde. Mit Kanzlerkandidat Martin Schulz sei die SPD bundesweit im Aufschwung, beim Starkbierfest auch in Auerbach, meinte Vorsitzender Günter Sertl, der mit rotem Parteischal durch das Programm führte. Da neben Bier auch viele alkoholfreie Getränke konsumiert wurden, musste schon 15 Minuten nach dem offiziellen Start Mineralwasser nachgeordert werden. 

 

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