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21. Starkbierfest 2015 (Onetz)


Foto swt

Mit einem solchen Zulauf hatte selbst die Auerbacher SPD nicht gerechnet: 250 Gäste kamen zum 21. Starkbierfest der Roten ins obere Foyer der Helmut-Ott-Halle. Der Wechsel vom Heim der Knabenkapelle in die Halle erwies sich als goldrichtig.

Zu süffigem Bockbier und herzhaften Brotzeiten genossen die Besucher ein deftiges Programm. Bruder Barnabas alias Christoph Kasseckert ließ auch die Genossen nicht ungeschoren.

Im toten Winkel der Politik


"Cuius regio, eius religio" werde in der Oberpfalz frei übersetzt mit "Die Regierung bestimmt das, was geglaubt wird!" So sei das in Bayern: "Glauben und Lachen sind eine Einheit. Nur die SPD in Bayern kann auch traurig sein. Sie ist quasi im toten Winkel der Politik!" Da nütze es auch nichts, im Schulz-Taumel "Das ist unsere Stunde!" zu rufen. Denn es sei eben nur eine Stunde ...

Ihr Fett weg bekamen auch die Grünen. Die hätten doch glatt "Sex auf Rezept!" gefordert. Barnabas mutmaßte, dass für Bürgermeister Neuß das Projekt Vitale Vorstadt dann gleich eine ganz neue Bedeutung bekäme.

"Wussten sie übrigens, das es in Berlin kein einziges Seehofer-Graffiti gibt?" Barnabas verriet auch, warum: Denn man solle ja den Teufel nicht an die Wand malen. Und Bayern würde gerettet, wenn Söder und Dobrindt gemeinsam auf einem Schiff untergingen.

Scharfzüngig, nachdenklich und frech zeigte Christoph Kasseckert seine Wortgewandtheit und erntete tosenden Applaus für sein Derbleck'n. Pikantes Detail am Rande: Kasseckert ist Mitglied der Freien Wähler /Aufschwung Auerbach.

Der Kini hält Einzug


Der "Kini" von Auerbach, 3. Bürgermeister Norbert Gradl, zog mit seinem musikalischen Gefolge in den Saal ein und nahm "Das alte Haus von Rocky Docky, Pardon, das alte Haus vom goldnen Löwen" unter die Lupe. Ironisch sangen sie: "Ob in den Auerbacher Stuben oder auch im Rudersaal, trafen sich viele Vereine jedes Jahr so zwei, drei Mal. Großen Durst durft' man nicht haben, hat man endlich mal bestellt, war die Sitzung schon beendet, mei, der Ruder war net schnell! Der Bürgermeister und der Stadtrat geh'n nun in den Rudersaal, denn für diese alten Herren taugt der Saal noch allemal!"

"Ich bin der Trump!"


Mit dem umformulierten 80er-Jahre-Hit von Codo, der im Sauseschritt düst, hatten sie ebenfalls die Lacher auf ihrer Seite. Zu Wort kam da der Herr des Hasses, der seit 60 Tagen die Erde beherrscht: "Presse - Lügenpresse - kriegen auf die Fresse, ich bin der Trump!"

Die Stimmung im Saal kochte, als der Barde Karl Maier mit Gitarre und trockenem Humor die christliche und sozialen Gesinnungen im Lande aufs Korn nahm. Das Publikum schunkelte und sang mit.

Ortsvorsitzender Günter Sertl dankte allen Akteuren für ihre Beiträge mit einem Präsent. Der Ortsverein und die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen bewirteten die Gäste. Für zünftige Musik sorgten die Boaznhocker.

 

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