Die Umweltstation des Klosters Ensdorf leiste Hervorragendes, betonte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl, deshalb habe er um ein Informationsgespräch gebeten „und beim Zach Jürgen angeklopft“. Dass bei diesem Gespräch auch Leitender Forstdirektor Siegfried Kutscher, dieser habe bei den Waldjugendspielen in Amberg die Idee eines Waldpädagogikzentrums ins Gespräch gebracht, und Revierförster Werner Lang als Bildungsbeauftragter der Forstdienststelle anwesend sein könne, freue ihn besonders.
Bedauerlich sei es für ihn, dass die SPD-Landtagsfraktion mit ihrem Änderungsantrag zum Nachtragshaushalt, den Ansatz für die Errichtung und den Betrieb von Umweltstationen um eine Million zu erhöhen, nicht erfolgreich gewesen sei, aber bei der CSU-Mehrheit im Bayerischen Landtag auch verständlich. Die Lage im Vilstal und im Oberpfälzer Jura böten von Natur aus gute Voraussetzungen für ökologisch interessante Bildungsarbeit der Umweltstation des Klosters Ensdorf,erläuterte Geschäftsführer Zach. Neben dem Klostergarten mit Niederseilgarten „der voll angenommen wird und auch jeden Gemeinderat zu empfehlen ist“, gehörten eine Streuobstwiese und ein Schaubienenstand zu den Außenanlagen, die in die Bildungsarbeit einbezogen würden. Ein Feuchtbiotop, das in der Nähe angelegt wurde, bildet einen Schwerpunkt in der Arbeit mit Gruppen zum Thema Lebensraum Wasser. „Der große Brückenschlag zum Fünf-Flüsse-Radweg ist in Arbeit, Widerlager und Fundamente werden derzeit erstellt“, verkündete Zach. Das Brückenwerk solle bis zum Herbst fertig sein, die Bauteile würden derzeit in der Flussmeisterstelle erstellt, aber es würde für die Rampe für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwägen noch Holz für etwa 3000 Euro benötigt. „Hierzu haben uns die Waldbauern Hilfe zugesagt und ich sage es so deutliche, weil heute auch Leitender Forstdirektor Siegfried Kutscher anwesend ist“, fügte Zach an. „Wir wollen auch Drehscheibe für den privaten Waldbesitzer und den Holzheizer sein“ wies er auf den „in der Region einzigartigen Brennholztag“ am 1. Juli hin.
Hinweisen wolle er auch auf die Ensdorfer Kulturtage, welche mit Lesungen des Schriftstellers Harald Grill, der Musikgruppe „Duo de clarinettes basses“ am Eröffnungsabend, dem 16. Juli, und der Ausstellung Ensdorfer Künstler ein kulturelles Erlebnis versprächen. Auch nach der Forstreform sei im Bayerischen Forstgesetz die Waldpädagogik fest als Dienstaufgabe verankert, betonte Forstdirektor Kutscher. Der künftige Naturpark Hirschwald und die Umweltstation Ensdorf böten sich für ein Waldpädagogikzentrum an. Stationäre, Wechsel- und Freilichtausstellungen seien für ihn denkbar. Unterricht für Schulklassen am Objekt Wald aber auch Outdooraktivitäten, „das können wir uns vorstellen, werden daran arbeiten, mitarbeiten und zeitweise auch geeignetes Personal zur Verfügung stellen“ sagte Kutscher. „Wenn das alles Früchte trägt, ist das ein weiterer Glücksfall für Ensdorf und eine sinnvolle Ergänzung der Umweltstation“ fasste Bürgermeister Roppert zusammen. Umwelt und Schöpfung finde durch diese Aktivitäten Hochschätzung und Beachtung, fügte Direktor Pater Josef Josef Wenzl an und lud zur Besichtigung des Medidationsraums im Freien, der „Grünen Kapelle“, ein, die erst vor kurzem eingeweiht wurde.
Zum Bild: Medidationsraums im Freienist die kürzlich eingeweihte „Grüne Kapelle“ zu deren Besichtigung Direktor Pater Josef Josef Wenzl (Dritter von links) und Geschäftsführer Jürgen Zach (Zweiter von
rechts) Leitenden Forstdirektor Siegfried Kutscher, Bürgermeister Karl Roppert, MdL Reinhold Strobl, Revierförster Werner Lang und SPD-Ortsvorsitzenden Werner Scharl (von links) einlud.