„Unterm Bett, hinterm Schrank, überall sind Ratten. Auf dem Dach und im Stall, Ratten überall“ hörten die Kinder aus Rieden im Amberger Kulturstadel die Bürger von Hameln klagen. Auf Hochtouren läuft das Riedener Ferienprogramm und zu einer Vorstellung des Handpuppentheaters im Amberger Kulturstadel hatte der SPD-Ortsverein eingeladen.
Etwa 25 Kids ab fünf Jahren nahmen _ „einige von euch sind schon Stammgäste“ freite sich SPD-Vorsitzender Gerhard Schnabel –, begleitet von ihren Müttern daran teil.
Auch einige Väter und Opas hatten sich an das Thema Kultur herangewagt. Vom Puppenspiel „Der Rattenfänger von Hameln,“ nach der Rattenfängersage der Gebrüder Grimm neu bearbeitet, kind- und altersgerecht aufbereitet „… und mit Liedern aufgepeppt“ waren nicht nur die kleinen Zuschauer begeistert.
Die Geschichte erzählte von der schrecklichen Rattenplage in der schönen Stadt Hameln. Eines Tages kommt ein bunt gekleideter Spielmann in die Stadt, der dem Bürgermeister gegen ein Entgelt von 100 Goldstücken anbietet, die Ratten zu vertreiben.
Die Hamelner stimmen zu und der Rattenfänger beginnt sein Werk. Er lockt mit seinem Flötenspiel die gefräßigen Ratten aus der Stadt. Als er seinen wohlverdienten Lohn nicht erhält, kommt er erneut mit seiner Flöte, aber diesmal sind es die Kinder von Hameln, die dem Rattenfänger folgen.
Doch eine Stadt ohne Kinder, das ist schrecklich. Und so halfen die Kleinen im Zuschauerraum mit, dass der Rattenfänger seinen gerechten Lohn erhielt und die Kinder zurückbrachte. Die Kinder, aber auch die Eltern zog das Spiel in seinen Bann, da konnte man von einer kleinen Zuschauerin, als die Kinder hinter dem Rattenfänger aus der Stadt zogen, entrüstet hören:
„Aber ich bin noch da.“ Und als anschließend die Puppen von den Akteurinnen Ulrike Baumer und Elisabeth Kraus vor die Bühne gebracht wurden und der Bürgermeister, die Ratten Ritz und Ratz und gar der bunt angezogene Spielmann Hans Bunting nicht nur betrachtet sondern auch gestreichelt werden durften, gab es kein Halten mehr. Da wurden von den Kids und auch von den Müttern technische Fragen nach Herstellung der Puppen und auch Material aufgeworfen.
„Der Besuch des Puppentheaters, das in der Ferienzeit extra für unsere Kinder seine Pforten öffnete, war ein gelungener Beitrag zum Riedener Ferienprogramm“ waren sich die Eltern einig und die beiden Akteurinnen Ulrike Baumer und Elisabeth Kraus lobten: „Ihr wart ein nettes Publikum – ihr seid wirklich liebe, brave Kinder“.
zum Bild: Spannend wurde es nach der Vorstellung, als die Puppen wie hier der bunt angezogene Spielmann Hans Bunting hautnah zum kleinen Publikum kamen und auch gestreichelt werden durften.